Bundeskabinett beschließt Verordnung zur elektronischen Rechnungsstellung

Heute hat das Bundeskabinett die E-Rechnungsverordnung verabschiedet. Ab dem 27. November 2020 sollen möglichst alle Rechnungen an den Bund elektronisch gestellt werden. Bereits zwei Jahre früher, am 27.November 2018 will der Bund selbst bereit sein, elektronische Rechnungen entgegenzunehmen, sofern sie der europäischen Norm EN16931 entsprechen.

XRechnung ist bevorzugtes Format

Der unter der Projektleitung der KoSIT entwickelte Vewaltungsstandard XRechnung soll dabei das bevorzugte Übertragungsformat sein. Dieses liegt derzeit als semantische Anwendungsspezifikation der deutschen Verwaltung vor und sieht die reine Übertragung strukturierter Daten im XML-Format vor. Doch die Verordnung beschränkt sich nicht alleine auf dieses Format.

ZUGFeRD 2.0 und Factur-X sind ebenfalls zulässige Formate

So lässt die neue Verordnung unzweifelhaft weitere Formate zu, sofern diese ebenfalls eine Anwendungsspezifikation der europäischen Norm sind und somit auch die Anforderungen von XRechnung abbilden können. So heißt es in der Begründung zur Verordnung:

Insbesondere soll die weitere Verwendung bereits in der Wirtschaft genutzter Datenformate wie beispielsweise ZUGFeRD nicht behindert werden. ZUGFeRD ist ein Datenformat, das von Wirtschaft und Verwaltung erarbeitet wurde und seit 2014 in der Wirtschaft genutzt wird. Eine Anpassung an die nationale CIUS im Zuge der Weiterentwicklung dieser etablierten Datenaustauschformate wird ausdrücklich befürwortet.

Das vom Forum elektronische Rechnung Deutschland (FeRD) zurzeit zur öffentlichen Kommentierung veröffentlichte Profil EN16931 der Version ZUGFeRD 2.0 scheint somit diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Zugang über ein zentrales Portal

Der Zugang zum Bund soll über ein webbasiertes Portal erfolgen. Neben dem manuellen Hochladen von Rechnungsdaten sind weitere Zugangsmöglichkeiten geplant.

Die zugehörige Pressemitteilung des Bundesministerium des Innern finden Sie unter diesem Link.

 

 

GEFEG mbH

Seit mehr als 25 Jahren bildet das Thema Standardisierung und Schnittstellen für den elektronischen Datenaustausch den Mittelpunkt der GEFEG Aktivitäten. Diesem Ansatz folgend unterstützt GEFEG die Entwicklung von elektronischen Rechnungsformaten. GEFEG Lösungen bieten Produktivitätssteigerungen und optimierte Entwicklung von Datenschnittstellen, um Geschäftsprozesse zu verbinden und deren Fachinhalte zu planen, abzubilden und während des gesamten Anwendungszyklus zu managen. Zu den Lösungen gehören die Software GEFEG.FX für Entwicklung und Management von Datenmodellen, eStandards und Schnittstellen, das GEFEG.Portal für Publizierung von Schnittstellen, On-Boarding- und Community-Management sowie Anwendungsberatung, Schulungen und Workshops zu eBusiness-Themen. Als aktives Mitglied in nationalen und internationalen Gremien, wie z.B. DIN, UN/CEFACT, EDIFICE, DISA, beteiligt sich GEFEG auch an der Entwicklung von Schnittstellen für Branchen, Unternehmen und global agierende Standardorganisationen. Die praktischen Erfahrungen aus der Beratungstätigkeit und der Standardisierung sowie die Nutzung der hauseigenen Lösungen ergänzen einander und helfen GEFEG dabei, seinen anerkannten Status als Spezialist für Business Interfaces weiter auszubauen.

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